Eine vor 10 000 Jahren, nach der Eiszeit entstandene Wohnsiedlung wurde in Suomussalmi gefunden. Sie ist die älteste Wohnsiedlung Finnlands. Die Felszeichnungen von Hossa stammen aus der Zeit 2500-1500 v.Chr. Sie sind der nördlichste derartige Fund Finnlands. Die Geschichte Suomussalmis ist wegen seiner Lage alten Handelsrouten sehr abwechslungsreich.
Die Malereien von Suomussalmi wurden 1977 gefunden. Leena Mäkelä und Juha Rossi bemerkten bei einer Skiwanderung die rötliche Färbung der Felswand sowie klar erkennbare Figuren. Auf der Felswand wurden über 60 einzelne Figuren unterschieden. Am beeindruckensten sind vier Menschegestalten mit dreieckigem Kopf. Solche Figuren mit dreieckigen Köpfen sind Seltenheiten in der finnischen Felskunst. Värikallio präsentiert sich von der nahe gelegenen Bergkuppe Mieskallionvaara aus gesehen als eine hellscheinende Felswand. Näherkommend bemerkt man zuerst kräftige rote Farbschattierungen und schliesslich verschiedene Figuren. Die Malereien befinden sich auf einer senkrechten direkt ins Wasser abfallenden Felswand auf einem 10,5 m breiten Abschnitt. Die untersten Figuren sind nur 20 cm oberhalb des Wasserspiegels, die obersten reichen bis in 25 m Höhe. Der Wasserspiegel beim Felsen hat sich seit Ende der Eiszeit auf ungefähr gleicher Höhe gehalten, deswegen können die Felsmalereien nicht mittels des Landhebungs-Phänomens datiert werden. Die Figuren wurden mit einer Rotockerfarbe gemalt, deren genau Zusammensetzung und Herstellungsweise bislang nicht geklärt wurden. Vermutlich wurden Eisenoxide erhitzt und Fett, Blut und als Bindemittel möglicherweise Vogeleier dazugegeben. Die Rotocherfiguren haben sich dank einer darüber gebildeten Silikatschicht erhalten. Diese schützende durchsichtige Schicht entstand durch die Auswaschung von Mineralien aus dem Felsen.