|
Denkmal Lehtovaara |
|
Zu Beginn des Winterkriegs stießen die Hauptverbände der 163. Division der Roten Armee zur Überraschung der Finnen via Juntusranta-Lehtovaara nach Suomussalmi vor. Ein Spähtrupp, ausgesendet von einem kleinen, im Dorf Juntusranta stationierten Verband von 44 Männern, traf an dieser Stelle auf die Angriffsspitze des Feindes. Die Inschrift lautet: An dieser Stelle wurden im Winterkrieg am 30.11.1939 die ersten Schüsse abgefeuert. Wildmark-Waffenbrüder Das Denkmal wurde 1963 errichtet. Straßenadersse: Lehtovaarantie 62, Suomussalmi. Flammen-Monument -Denkmal für die Winterkriegskämpfe in Suomussalmi
Das Monument wurde von dem berühmten finnischen
Architekt Alvar Aalto entworfen. Er hat selbst über das Monument folgendes berichtet: »Die meisten historischen Denkmäler gehen auf Gefechte und Kriegsereignisse zurück, wiewohl es sich bei ihnen zum einem sehr großen Teil um Abbildungen von Personen - Statuen - handelt, die den Oligarchen und staatlichen Systemen ihrer Epochen bildlichen Ausdruck verleihen. In der Antike, und damit meine ich hier die frühesten Jahrhunderte der Antike, entstandene Bauwerke und Plastiken mit Denkmalscharakter stehen vielfach mit Staatenbünden und ganz besonders mit religiösen Zeremonien im Zusammenhang. Manchmal hatten sie geradezu den Charakter von Votivgaben. Hinter der Idee, ein Denkmal für die Kämpfe in Suomussalmi zu errichten, stand eine größere Schar von Bürgern. Zum Vorsitzenden des Ausschusses, der den Bau des Denkmals in die Wege leiten sollte, wurde schon zu einem frühen Zeitpunkt der Jäger-Oberst August Mäkiniemi gewählt. Seine Vorstellungen vom Charakter des Denkmals haben die Form des Monuments und vor allem seine ideellen Inhalte mitbestimmt. Nach Auffassung Mäkiniemis dürfen Kriegsdenkmäler keinen aggressiven Charakter haben, sondern sie sollten sich vielmehr jener Kette dramatischer und tragischer Ereignisse widmen, die stets mit Konflikten zwischen Völkern einhergeht. Auf die Form des Denkmals hat sich ausgewirkt, dass es sich bei ihm nicht um eine Skulptur in einem städtischen Straßenmilieu handelt, sondern um ein fernab in den Wäldern des nördlichen Finnlands errichtetes allein stehendes Monument. Auch die Naturumgebung, die speziellen Landschaftsformationen des nördlichen Finnlands sowie der von seiner Dimension her bescheidene Charakter der Waldnatur gehören zu den Faktoren, die im Hintergrund wirkten. Das Monument hat keinen direkten Symbolcharakter und erzählt auch keine Geschichte, und der Künstler hat sich auch nicht um sinnbildliche oder halb naturalistische Motive bemüht, sondern die Form des Monuments ist den Vorstellungen des Künstlers von der menschlichen Tragödie, aber auch von der Natur und den Verhältnissen, in denen die Menschen hier leben, entsprungen. Aber allen Formen in der Kunst sollte zueigen sein, dass der Betrachter sie selbst mit Inhalt ausfüllen kann, und somit vermittelt das Monument dem Betrachter und Betrachtergruppen bestimmte Gefühle. »Das aus Bronze gegossene Monument, eine unsymmetrische Säule in schräger Stellung, steht in linearem Gegensatz zur Vertikalität der Kiefern- und Fichtenwälder Nordfinnlands. Der Maßstab und die Oberflächenstruktur des Monuments hingegen folgen eher den wechselnden Größenskalen der Wildmarkwälder. Das Denkmal steht auf einem granitenen Sockel, vor dem Hintergrund eines sanft abfallen Bergabhangs und eingebettet in eine weit ausladende Landschaft. Die Materialwahl wurde teilweise durch den langen Winter mitbestimmt, das Denkmal harmoniert mit dem abwechslungs- und schneereichen Gelände. Das Monument ist 9 Meter hoch und so in die Landschaft eingebettet, dass es, ohne aufdringlich zu wirken, über die Baumwipfel hinaus ragt. Da das Monument von einem Architekten entworfen wurde, ist nur es natürlich, dass es keine Naturmotive nachahmt und es sich bei ihm auch nicht um eine Darstellung handelt, deren Absicht es wäre, bestimmte Gefühle und Emotionen zu symbolisieren. Nach Auffassung des Urhebers soll sich die emotionelle Wirkung gewissermaßen in freiem Wechselspiel zwischen Denkmal und Betrachter einstellen.« Alvar Aalto Angefertigt wurde das Monument von dem Bildhauer Heikki Häiväoja, die Gussarbeiten besorgte Dipl.-Ing. Pentti Lappalainen. Den Steinsockel und den steinernen Zaun errichtete die Steinmetzfirma Nurmeksen Kiviveistämö. Das Monument wurde am 30.8.1959, für die 20-Jahresfeiern der Kämpfe von Suomussalmi, aufgestellt. Auf einer Metalltafel am Sockel werden die Kampfstätten von Suomussalmi veranschaulicht, an der Stirnseite stehen Worte von General Hjalmar Siilasvuo: »Viele tapfere Soldaten haben die großen Siege in Suomussalmi mit ihrem Herzblut bezahlt. Sie zeigten ihrem Volk den Weg der Ehre, der schwer zu gehen, aber der einzige begehbare war.« Straßenadersse: Kuhmontie 1, Suomussalmi. Die Purasjoki-Linie
Die Verteidigungsstellung am Fluss Purasjoki wurde
in drei Phasen ausgebaut: 1. Phase: 16.10.-11.11.1939 (zur Zeit des »außerplanmäßigen Manövers«) 2. Phase: Januar-Februar 1940 3. Phase: April 1940-Juni 1941 In der 1. Phase übernahmen Reservisten des Manöverzentrums Suomussalmi und dienstverpflichtete Arbeitsbrigaden die Schanzarbeiten. Beiderseits der Straße wurden Verteidigungsstellungen für eine verstärkte Kompanie von rund 300 Männern geplant und realisiert. An der Westböschung des Flusses wurden mit Pfählen verstärkte Panzersperren errichtet, von denen an einer Flussbiegung noch immer Reste zu sehen sind. Hinter den Panzersperren wurde ein holzbefestigter Schützengraben ausgehoben, der auch holzverstärkte MG-Nester und einige überdachte Spähposten umfasste. Hinter dem Schützengraben wurden Verbindungsgräben ausgehoben. Unterstände wurden nicht gebaut. Stattdessen wurden an den Flanken der Verbindungsgräben schrapnellsichere Schutzkammern angelegt. Nachdem die Sowjettruppen die Verteidigungsstellung erobert hatten, benutzten sie die Schutzkammern als Unterkünfte und statteten sie vorübergehend mit Kanonenöfen aus, weil sie keine Zelte mit sich führten. In der 2. Phase, in der die Finnen die Stellung zurückerobert hatten, reparierten und vervollständigten die Finnen die Befestigung, wenn immer die Umstände dies zuließen. An den Arbeiten beteiligten sich Truppen des 64. Infanterieregiments und des 15. Sonderbataillons. In der 3. Phase, während des sog. Zwischenfriedens, wurde die Stellung als Teil der »Salpa-Linie« weiter ausgebaut. Die Arbeiten wurden von Soldaten und von aus Zivilisten bestehenden Bautrupps ausgeführt. Die in den drei Phasen erstellten Konstruktionen kann man zeitlich schwer voneinander trennen, weil die Konstruktionen ständig verbessert und teils übereinander gebaut wurden. Ein Teil der ursprünglichen Konstruktionen wurde infolge einer späteren Begradigung der Straße und des Baus einer neuen Brücke zerstört. Straßenadersse: Raatteentie 97, Suomussalmi. Denkmal für Winterkriegskämpfe, Museumstraße Raatteen tie An Raate-Weg, beim Bauernhof Likoharju, steht das
Denkmal für die Kämpfe am Raate-Weg. In diesem Gebiet wurden Anfang Januar 1940 heftige Gefechte ausgetragen. Damals konnten die Finnen einen Einkesselungsring zerstören. Die Inschrift des Denkmals lautet: Dieses Denkmal wurde zum Angedenken an die ehrenvolle Kämpfe 1939-40 am Raate-Weg errichtet. Die Wildmark-Waffenbrüder Das Denkmal wurde am 11.8.1963 errichtet. Straßenadersse: Raatteentie 83, Suomussalmi.
|